Wählen Sie Weißtöne, warme Elfenbeinnuancen, zarte Graus und gedämpfte Pastells mit hohem LRV, damit Licht nicht verschwindet. Setzen Sie Akzentfarben konzentriert, um Ruhe zu bewahren. Eine ruhige, helle Basis lässt Tageslicht lebendig wandern und verändert die Stimmung über den Tag. So bleibt die Wohnung wandelbar: ruhig am Morgen, klar am Mittag, gemütlich am Abend, ohne dass die Räume an Leichtigkeit verlieren.
Völlig matte Oberflächen wirken weich, können jedoch Helligkeit verschlucken. Hochglanz reflektiert stark, erzeugt aber Glare. Seidenmatt dazwischen streut sanft und bleibt pflegeleicht. Arbeiten Sie mit abgestuften Reflexionen: leicht glänzende Flächen in Fensternähe, seidenmatte im Mittelbereich, matte dort, wo Ruhe gewünscht ist. So entsteht ein kontrollierter Lichtverlauf, der freundlich bleibt und dennoch präzise Akzente setzt, ohne Augen zu ermüden.
Helle, leicht reflektierende Böden, geölte Hölzer oder fein strukturierte Fliesen werfen Licht dezent zurück, ohne Spiegelungen. Vermeiden Sie zu dunkle, stark gemusterte Beläge, die die Fläche optisch zerschneiden. Ein ruhiger Boden lässt Lichtbahnen sichtbar werden und unterstützt die Orientierung. Läufer in hellen Tönen führen die Blickrichtung, ohne Helligkeit zu schlucken, und wirken zusätzlich als leise Akustikdämpfer in schmalen Fluren.